Die Umgebung
Ein Boden, der von unseren Vorfahren geformt und verbessert wurde...

Pfaffenheim0706-45

Unsere Terroirs sind vor allem ein Erbe unserer Vorfahren, die die Böden mit hohem Fachwissen und einer großen Liebe für die Rebe geformt und bewirtschaftet haben. Genau diesem Erbe verdanken wir es, dass wir heute so große Weine erzeugen können. Wir haben nicht nur die Qualität unserer Böden, sondern auch dieses Know-how von ihnen geerbt.

Diese Terroirs machen die Feinheit und die Geschmacksnoten unserer Weine aus. Auch deshalb pflegen wir jede Parzelle unseres Weinguts und jeden einzelnen Rebstock. Damit sie das Beste hervorbringen, was diese Erde uns schenken kann.

Der Weinberg von Pfaffenheim bedeckt seit Jahrhunderten die Hänge am Ostrand der Vogesen rund um die Gemeinde. Derzeit erstreckt er sich über eine ca. 260 Hektar große Fläche. Pfaffenheim ist für sein Mikroklima bekannt, denn es liegt im Becken von Colmar, einer der trockensten Regionen Frankreichs mit nur 500 mm Niederschlägen pro Jahr. Dieses Gebiet wird von den beiden höchsten Bergen der Vogesen, dem Großen und dem Kleinen Belchen, geschützt.

Diese geringen Niederschlagsmengen wirken sich auch auf die Landschaft aus. In den Zonen, wo der Boden dick genug ist, um den Regen zurückzuhalten, gedeihen die Reben. Kalksteinböden ohne Wasserreserven versteppen und sind Lebensraum für besondere Pflanzen (z. B. Hahnenfußgewächse wie die Küchenschelle, Orchideen usw.).

Bei einem Besuch unseres Weinbergs am Bollenberg (Cuvée Terre d’Apollon) können Sie diese einzigartige, wertvolle Pflanzenwelt bewundern.

Die Grands Crus des Weinguts Moltès

Die Besonderheit der großen Weinlagen des Elsass besteht in dem Mosaik von Böden mit einer einzigartigen Fülle und Vielfalt.

Auf diesen Hängen und Hügeln, soweit das Auge reicht, beruht ein großer Teil der außergewöhnlichen Vielfalt der elsässischen Weine, vor allem der Grand Crus. Diese erstaunliche Vielfalt von Terroirs ist das Ergebnis einer ereignisreichen geologischen Geschichte. Vor 150 Millionen Jahren war das heutige Rheintal im Bereich der Oberrheinischen Tiefebene von Meer bedeckt. Auf dem Gestein des Grundgebirges (Granit) lagerten sich dann zahlreiche Sedimentschichten aus Sandstein, Kalkstein, Mergel usw. ab.

Pfaffenheim0706-25Pfaffenheim LE STEINERT

Der südlich von Pfaffenheim nach Osten ausgerichtete Hang ist der steilste Weinberg der Gemeinde. Sein überwiegend aus Kalkstein bestehender Boden ist trocken und durchlässig. Er bildete sich im oolithischen Dogger (Jurazeit) als homogener Boden heraus, der dann von Steingeröll von gleicher geologischer Natur bedeckt wurde, daher der Name Steinert.

Nach 1150 waren das Benediktinerkloster Muri (Schweiz), das Bistum Basel und das Bistum Straßburg im Besitz der Weinberge der Ortschaft Steinert. Ihre Weine waren für den durchaus großen persönlichen Bedarf der Pfarrer und Bischöfe der verschiedenen Gemeinden bestimmt.

Die geologischen Voraussetzungen sind entscheidend für die Bepflanzung der Rebsorten und die Anbaumethoden. Es muss eine sehr kalk- und trockenheitstolerante Rebunterlage verwendet werden, die deshalb nicht sehr kräftig ist. In Anbetracht dieser Faktoren sind Gewürztraminer, Pinot Gris und Riesling die dominierenden Rebsorten des Steinert. Die Weine vom Steinert zeichnen sich durch hoch entwickelte Aromen, vor allem nach angemessener Lagerung, aus.

DAS ZINNKOEPFLE

Dieses hoch gelegene Terroir – der höchste Grand Cru des Elsass – ist von mediterranem Klima geprägt, das dennoch von kühlen Luftströmen durchlüftet wird. Dank dieser Besonderheit können überreife und gehaltvolle Trauben erreicht werden, ohne dass die feinen Aromen der Rebsorten darunter leiden. Der Zinnkoepflé, der „Berg der Sonne“, ist ein außergewöhnlicher natürlicher Hang, der mit viel Geduld durch die Hände der Winzer für den Weinbau verbessert wurde. Der mit Sandstein durchzogene Muschelkalk, auf dem die Böden des Zinnkoepflé ruhen, steuert eine aromatische Finesse und bemerkenswerte Säure bei, die die fantastische Kraft der Weine dieses Terroirs strukturieren. Ihr Lagerungspotenzial übertrifft bei weitem ein Jahrzehnt!