Der Jahrgang 2013
Wechselhaftes Wetter mit sehr trockenen und sehr regenreichen Perioden

Der Jahrgang 2013 wurde durch den Wechsel von sehr trockenen und sehr regenreichen Perioden charakterisiert.

Das später Winterende verschob den Knospenaustrieb auf Ende April, so dass 2013 einer der spätesten Jahrgänge der letzten 10 Jahre ist. Das schlechte Wetter im Mai verschob die Rebenblüte von Mitte Juni auf Ende Juni für die am spätesten reifenden Parzellen. Im Juli erlebten die Reben endlich ein wärmeres und trockenes Wetter, dank dessen sie den aufgelaufenen Rückstand teilweise wieder aufholen konnten.

Das sehr trockene Wetter, das darauf folgte, konnte eine Entwicklung von Krankheiten verhindern.

Mit Ausnahme von starken Regenfällen Anfang September, die für die Weinberge willkommen waren, blieb die Zeit bis Erntebeginn trocken und sehr angenehm. Die Entwicklung der Zucker verlief sehr langsam und die Säuregehalte waren sehr hoch mit niedrigen pH-Werten. Der Gesundheitszustand war perfekt. Während dieser Zeit konnten die Reben einen Großteil ihres Rückstands aufholen.

Auf dem Weingut begannen wir am 26. September mit der Weinlese für die Crémants, weil wir der Meinung waren, dass die Trauben bereits eine schöne physiologische Reife und zum Teil einen ausreichenden Zuckergehalt erreicht hatten. Damit war das Glück auf unserer Seite, denn ein heftiges Gewitter am 5. Oktober störte die Weinlese. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Klima unsicherer und trockene und sonnige Perioden wechselten mit Regentagen. Die Temperaturen gingen deutlich zurück, was die Entwicklung von Fäulnis zu begrenzen half, jedoch den Anstieg des Zuckergehalts erschwerte. Zu diesem Zeitpunkt waren der Ertrag und die Arbeit im Weinberg entscheidend, um Qualitätsweine zu erhalten.

 

Ende Oktober führten heiße und austrocknende Winde noch zur Steigerung der Konzentration der Trauben am Stock, doch die Produktion von Spätleseweinen war sehr schwierig.

 

Die früh gelesenen Trauben vergärten ziemlich schnell, aber aufgrund der sehr erheblichen Säuregehalte und niedrigen pH-Werte hatten viele Weine sehr langsame Gärprofile. Die Säfte waren sehr aromatisch und hatten eine große Frische. Heute kann man sagen, dass die großen Weine des Jahres 2013 elegante, rassige Weine zum Einlagern sein werden, die nicht durch Edelfäule charakterisiert sind.